Krankenkasse

Kündigungsfristen der Krankenkasse



Nach der Gesundheitsreform 2011 steigen die Beiträge für die gesetzlichen Krankenversicherungen weiter an. Der Krankenversicherungsbeitrag stieg von 14,9 % um 0,6 % auf 15,5%. Mittlerweile ist der Beitrag auf wieder 14,9% gefallen, jedoch können die Krankenkassen nach ihrem Ermessen Zusatzbeiträge erheben.

Immer mehr Menschen denken über einen Wechsel der Krankenversicherung, da sich bei den Gesetzlichen die Leistung trotz gleicher Beiträge unterscheiden und die private Krankenversicherung sich zunehmend als Alternative anbietet. Bei einer privaten Krankenversicherung erhält der Beitragszahler deutlich bessere Leistungen und spart eine Menge Geld ggü. einer gesetzlichen Krankenkasse.

Welche Fristen sind bei einem Wechsel der Krankenversicherung zu beachten?

Kündigung der Krankenkasse auf dem TischGrundsätzlich können Sie Ihre Krankenkasse mit einer Frist von zwei Monaten kündigen.

Die Kündingung erfolgt für gewöhnlich zum Ende des Kalendermonats. Hat man eine neue Krankenversicherung abgeschlossen, ist ein erneuter Wechsel erst nach 18 Monaten möglich. Eine Ausnahme sind spezielle Wahltarife die beim Eintritt in die Krankenversicherung abgeschlossen wurden, hier beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist Krankenversicherung 36 Monate. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, der sicherste Weg ist ein Einschreiben.

Sonderkündigungsfristen

Gab es früher die Option nach einer Beitragserhöhung die Krankenversicherung zu wechseln, so fällt diese nun weg da seit dem 01.01.2009 alle gesetzlichen Krankenkassen einen einheitlichen Beitrag erheben müssen. Einzige Ausnahme bilden Zusatzbeiträge oder eine weitere Erhöhung derer, diese erlaube eine vorzeitige Kündigung der Krankenkasse ebenfalls mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten.

Kündigungsfrist bei privater Krankenversicherung



Möchten Sie Ihre private Krankenversicherung kündigen haben Sie die Möglichkeit zu einer neuen privaten Krankenversicherung zu wechseln, die mehr Leistungen und/oder niedrigere Beiträge verlangt oder Sie möchten die private Krankenversicherung dauerhaft verlassen und wechseln zurück in die gesetzliche Krankenkasse.

Ein Wechsel von einer PKV in eine andere Private hat in der Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten, voraussgesetzt Ihr Vertrag sieht nichts anderes vor. Der Wechsel sollte jedoch gut überlegt werden, da dadurch mögliche Altersrückstellungen verloren gehen können.

Wer sich für eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung entscheidet, der kann dies nur unter bestimmten Voraussetzungen tun. Zurück von Privaten in die Gesetzliche ist grundsätzlich ab einem Alter von 55 Jahren nicht möglich! Mehr dazu unter http://privatekrankenversicherungtests.de/wechsel-pkv-in-gkv-rueckkehr-in-die-gesetzliche-krankenversicherung/

Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung Ausnahmen

Ist Ihr Einkommen dauerhaft unter die Versicherungspflichtgrenze über einen Zeitraum von mind. einem Jahr gesunken, ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse möglich.

Ist ein privat Versicherter arbeitslos wird er entgegen herrschender Meinung nicht automatisch gesetzlich pflichtversichert.  Ein Wechsel private in gesetzliche Krankenkasse findet in den meisten Fällen nicht statt. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt teilweise die Kosten für Beiträge der PKV, jedoch nur zum bestimmten Satz, der sich an den Beiträge der gesetzlichen orientiert.

Tipp für unsere Schweizer Besucher: http://www.oeffentliche-krankenkasse.ch/krankenkasse-kuendigen/

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